Platzregeln und Allgemeine Turnierbestimmungen 2021

1) Gespielt wird nach den Offiziellen Golfregeln (einschl. Amateurstatut) des Deutschen Golf Verbandes e.V. (DGV). Turniere werden auf Grundlage des WHI - Vorgabensystems ausgerichtet.

Es gelten diese hier genannten Platzregeln und Turnierbestimmungen (PAT) und alle Ergänzungen und Abänderungen dieser Platzregeln durch die jeweilige Spielleitung(Sonderplatzregeln).

Den vollen Text einer genannten Musterplatzregel finden Sie im Offiziellen Handbuch zu den Golfregeln, gültig ab Januar 2019. Die Regeln, das Offizielle Handbuch zu den Golfregeln und alle anderen Bestimmungen können im Sekretariat eingesehen werden.

Zur Vereinfachung wird in den Regeln und Bestimmungen des Golfclub Mettmann e.V. (GCM) die Bezeichnung Spieler synonym für Spielerin und Spieler verwendet.

Wenn nicht anders vermerkt, ist die Strafe für einen Verstoß gegen eine Platzregel die Grundstrafe (Lochverlust im Lochspiel oder 2 Strafschläge im Zählspiel).

2) Falls in einer aktuellen Ausschreibung eine von den PAT abweichende Regelung vorgesehen ist, so gelten die Angaben der aktuellen Ausschreibung.

3) Die Spielleitung hat in begründeten Fällen bis zum ersten Start das Recht, die Ausschreibung zu ändern. Nach dem ersten Start sind Änderungen der Ausschreibung nur bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände zulässig.

4) Die Meldung zu einem Turnier erfolgt online, z.B. durch Eintragung in das Modul „Turniere“ auf der Homepage des GCM.

Gehen mehr Meldungen ein als die in der Ausschreibung vorgesehene Höchstzahl, so entscheidet die zeitliche Reihenfolge des Meldeeingangs, bei Gleichheit das Los. Es wird eine Warteliste geführt.

5) Teilnahmeberechtigt an den Turnieren des GCM sind Mitglieder des GCM und Gäste. Die Ausschreibung eines Turniers kann die Turnierteilnahme auf bestimmte Spielergruppen oder Vorgaben beschränken.

Die Spielleitung entscheidet über die Teilnahme.

6) Die Spielleitung behält sich das Recht vor, Nachmeldungen für ein Turnier zu akzeptieren.

7) Die Meldegebühr (Startgeld) ist vor dem Start zu entrichten, ausgenommen davon sind Anmeldungen von Mitgliedern, die dem Club eine Bankermächtigung zum Einzug der Meldegebühr erteilt haben. Spieler, die nicht zum Turnier antreten, sind von der Zahlung des Nenngeldes nicht befreit.

8) Spieler oder Mannschaften, die nicht am Turnier teilnehmen können, haben sich so früh wie möglich im Clubsekretariat abzumelden. Absagen nach Meldeschluss befreien nicht von der Zahlung der Meldegebühr.

9)  Entscheidung bei gleichen Ergebnissen und notwendigem Gewinner; Sonderpreise

  1. a) Lochspiel

Endet ein Lochspiel gleich, so wird es Loch für Loch weitergespielt werden, bis eine Partei ein Loch gewinnt. Das Stechen sollte an dem Loch beginnen, wo das Lochspiel begann. Im Vorgabe-Lochspiel werden die Vorgabenschläge wie in der vorgeschriebenen Runde angerechnet.

  1. b) Zählspiel

Bei Gleichstand in einem Zählspiel mit Vorgabe entscheiden die besser gespielten schwersten 9, 6, 3, 1 Löcher (bei Turnieren über mehrere Runden die letzten 18 Loch, weiter wie vor) über die Platzierung, danach das Los.

  1. c) Sonderpreise: Nearest to the Pin und Longest Drive
    • Nearest to the Pin: Es dürfen ausschließlich Bälle gewertet werden, die sich nach dem ersten Schlag des Spielers auf dem Grün der entsprechenden Bahn befinden. Gemessen wird bis zum Lochrand. Die Entfernung darf gemessen werden, wenn alle Spieler der Gruppe das Loch beendet haben. Ist bei einem Turnier kein Ball auf dem Grün zur Ruhe gekommen, entfällt der Preis.
    • Longest Drive: Es dürfen ausschließlich Bälle gewertet werden, die sich nach dem ersten Schlag des Spielers auf dem Fairway der entsprechenden Bahn befinden. Ist bei einem Turnier kein Ball auf dem Fairway zur Ruhe gekommen, entfällt der Preis.
    • Nearest to the Line: es zählt der erste Schlag, der am nahesten der Linie oder auf der Linie liegt.

10) Das Wettspiel ist mit Bekanntgabe der Sieger durch die Spielleitung in der Siegerehrung beendet. Vorher kann ein vorläufiges Ergebnis ausgehängt werden.

Findet keine Siegerehrung statt, so gilt das Wettspiel eine Stunde nach Aushängen der Ergebnisliste als beendet.

11) Die Mitglieder der Spielleitung (und ggf. die Platzaufsicht) werden vor Beginn des Wettspiels auf der Startliste oder durch einen anderen Aushang bekanntgegeben, soweit nicht eine generelle Bekanntgabe der Mitglieder der Spielleitung für eine Anzahl von Turnieren oder einen Zeitraum erfolgt.

Starter, Platzaufsicht und Sekretariat des Golfclubs handeln im Rahmen ihrer Aufgaben im Auftrag der Spielleitung.

12) RPR Runden (registrierte Privatrunden): RPR Runden können gespielt werden, wenn die Voraussetzungen des WHI -Vorgabensystems erfüllt sind, Gäste nur wochentags. Vorherige Anmeldung ist erforderlich, Meldegebühr 5 €.

13) Ein Spieler darf nicht vor oder zwischen den Runden auf dem Turnierplatz üben.

 

Sonstige Spielbedingungen und Platzregeln

Penalty Area (Regel 17)

Teich am Grün 18: Liegt der Ball in der Penalty Area rechts vom Grün 18 oder ist es bekannt oder so gut wie sicher, dass ein Ball, der nicht gefunden wurde, in der Penalty Area zur Ruhe kam, hat der Spieler jeweils mit einem Strafschlag die folgenden Erleichterungsmöglichkeiten:

  • Er kann Erleichterung nach Regel 17.1 in Anspruch nehmen
  • Als zusätzliche Möglichkeit den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball in der Dropzone rechts vor der Penalty Area droppen.

 

Ungewöhnliche Platzbedingungen
(einschließlich unbeweglicher Hemmnisse) (Regel 16)

a) Boden in Ausbesserung

  • Jede durch eine weiße Linie begrenzte Fläche,
  • Jede Fläche mit beschädigtem Erdboden (zum Beispiel durch Fahrzeugbewegungen verursacht), die von der Spielleitung als ungewöhnlich eingeschätzt wird.
  • mit Sand/Kies gefüllte Drainageschlitze
  • Schnittkanten von Rasensoden; Musterplatzregel F-7 gilt.
  • Erleichterung nach Regel 16 von Tierlöchern wird nicht gewährt, wenn lediglich die Standposition behindert ist.
  • Risse im Boden in Bereichen des Geländes, das auf Fairwayhöhe oder niedriger geschnitten ist, sind Boden in Ausbesserung. Der Spieler darf Erleichterung nach Regel 16.1b in Anspruch nehmen. Aber Behinderung gilt nicht als gegeben, wenn der Riss nur den Stand des Spielers behindert.

 

b) Unbewegliche Hemmnisse

  • Weiß markierte Flächen und daran anschließende unbewegliche Platzbedingungen gelten zusammen als einzelnes Vorliegen ungewöhnlicher Platzbedingungen.
  • Reitwege, befestigte Wege und Straßen
  • Teile der Beregnungsanlage
  • Stützmauern rechts und links vom Grün 10
  • Schutzzäune seitlich der Abschläge 7 und 15
  • Erosionsrinnen in Bunkern nach Starkregen

Unterbrechung des Spiels durch die Spielleitung, Regel 5.7 b

  • Signal für sofortige Unterbrechung des Spiels wegen Gefahr: 1 langer Signalton.
  • Signal für Abbruch des Spiels: wiederholt drei aufeinanderfolgende Signaltöne
  • Signal für Wiederaufnahme des Spiels: wiederholt zwei kurze Signaltöne

 

Anmerkung: Ein Spieler darf das Spiel unterbrechen, wenn er begründet Blitzgefahr als gegeben ansieht, aber er muss dies so bald wie möglich der Spielleitung mitteilen, Regel 5.7a.

 

Strafe für Verstoß gegen diese Platzregel (Meldepflicht): Disqualifikation.

Cartnutzung

Bei körperlichen Beeinträchtigungen, die das Absolvieren der Turnierrunde ohne Cart nicht erlauben, ist nach Absprache mit dem Spielführer die Benutzung eines motorgetriebenen Carts gestattet, wenn es sich um eine dauerhafte Behinderung handelt. Es besteht Attestpflicht für vorgabewirksame Turniere.

Strafe für Verstoß gegen diese Platzregel: Disqualifikation für die Runde, in der der Verstoß begangen wurde.

Bei nicht vorgabewirksamen Turnieren und außerhalb von Wettspielen können im Einzelfall Ecarts auch von Mitgliedern und Gästen ohne dauerhafte Behinderung benutzt werden.

Ein Spieler hat keinen Anspruch auf die Benutzung oder alleinige Benutzung eines vereinseigenen Ecarts. Gehen mehr Wünsche nach Nutzung eines Ecarts ein als die vorgesehene Höchstzahl an Plätzen in den verfügbaren Ecarts, so entscheidet die zeitliche Reihenfolge des Eingangs des Wunsches, bei Gleichheit das Los.

Im Einzelfall kann die Nutzung eines Beförderungsmittels von der Spielleitung aus sachlichen Gründen (z.B. unter Verweis auf Witterungsbedingungen) eingeschränkt oder untersagt werden.

Spielgeschwindigkeit

Es wird erwartet, dass 18 Löcher von einem Dreiballspiel in einer Höchstzeit von 4:20 Std. absolviert werden, so weit möglich schneller.

Zur Spielbeschleunigung im Zählspiel wird erwartet, dass sich die Bewerber darauf verständigen, nach den Grundsätzen des „Ready Golf“ zu spielen. Mitglieder der Spielleitung können Spieler, die nicht innerhalb der erwarteten Spielzeit sind, informieren.

Die Spielleitung kann festlegen, dass die Musterplatzregeln K-2, K-3, K-4 und K-5 gelten, worauf in der entsprechenden Ausschreibung hingewiesen werden wird.

Besserlegen, Ball reinigen, Gänsekot

a) Falls mit „Besserlegen“ gespielt wird:

Liegt der Ball des Spielers auf einem Teil des Geländes, das auf Fairwayhöhe oder niedriger geschnitten ist, darf der Spieler einmal straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, indem er den ursprünglichen Ball oder einen anderen Ball hinlegt und ihn aus folgendem Erleichterungsbereich spielt:

Bezugspunkt: Stelle des ursprünglichen Balles

Größe des Erleichterungsbereiches, gemessen vom Bezugspunkt, aber mit diesen Einschränkungen:

  • Der Ball darf nicht näher zum Loch als der Bezugspunkt liegen
  • Der Ball muss im Gelände liegen
  • Die Größe des Erleichterungsbereichs (Scorekarten- oder Schlägerlänge) wird durch Aushang bekannt gegeben.

Bei Anwendung dieser Platzregel muss der Spieler eine Stelle zum Hinlegen des Balles wählen und das Verfahren zum Zurücklegen eines Balles nach den Regeln 14.2 b(2) und 14.2.e anwenden.

b) Falls mit „Ball reinigen“ gespielt wird:

Liegt der Ball des Spielers im auf Fairwayhöhe oder niedriger geschnittenen Gelände, darf der Ball aufgenommen, gereinigt und straflos zurückgelegt werden. Der Spieler muss die Stelle markieren, bevor er seinen Ball aufnimmt (Regel 14.1) und der Ball muss an seine ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden (Regel 14.2).

c) Gänsekot:

Nach Wahl des Spielers darf Gänsekot behandelt werden als:

  • Boden in Ausbesserung, von dem Erleichterung nach Regel 16.1 zulässig ist, oder
  • als ein loser hinderlicher Naturstoff, der nach Regel 15.1 entfernt werden darf. In diesem Fall darf nach 6 b verfahren werden.

 

Caddies

Regel 10.3.a wird wie folgt abgeändert: Ein Spieler darf während der Runde nur Amateure als Caddies einsetzen.

 

Der Vorstand

Mai 2021