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Regelfrage für den Juli

Möglichkeiten und Strafen im Wasserhindernis

Der Rabbitspieler Stefan ist begeistert von seiner neuen Sportart und spielt jedes Rabbitturnier mit. Er will sich verbessern und deswegen auch alles richtig machen.

An der 6 spielt er seinen Ball entlang der linken Seite des rechten Wasserhindernisses. Der Ball kommt auf und springt leider nicht nach vorn, sondern in Richtung des Wasserhindernisses. Der Ball bleibt sichtbar vor dem Schilf aber innerhalb der Grenzen des Wasserhindernisses liegen. (Dasselbe kann übrigens auch an der 2 oder an der 7 passieren.)

Stefan hat gelernt, dass der Ball im seitlichen Wasserhindernis außerhalb des Wasserhindernisses im Abstand von zwei Schlägerlängen und einem Strafschlag gedroppt werden kann und es auch noch andere Möglichkeiten mit Zurechnung eines Strafschlages gibt (Möglichkeiten nach Regel 26-1, a-c) Er will daher den Ball aufheben.

Ist das seine einzige Möglichkeit: Nein!

Stefan kann auch im Wasserhindernis seinen Ball ohne Strafschlag spielen, wie er liegt. Er darf den Schläger allerdings nicht vor seinem Schlag auf den Boden aufsetzen, weil das eine Handlung ist, mit der er den Boden des Hindernisses prüfen kann. Regel 13-4, b. Ebenfalls darf er keine lose hinderlichen Naturstoffe berühren oder entfernen.

Stefan prüft also die Lage des Balles und entscheidet sich an, seine Probeschwünge außerhalb des Hindernisses zu machen, um zu versuchen, den Ball im Hindernis nach vorn auf eine Position außerhalb des Hindernisses zu spielen. So hat er sich keinen Strafschlag zugezogen und bestimmt einige Meter gut gemacht.

Zusatz: Erst als Stefan das Wasserhindernis betritt, bemerkt er, wie matschig und geneigt der Boden ist, weil er ausrutscht und sich mit seinem Schläger abstützen muss. Er ist erschrocken und denkt, er habe sich nun doch zwei Strafschläge zugezogen, weil er ja weiß, dass er im Hindernis den Schläger nicht aufsetzen darf.

Hat sich Stefan wegen eines Regelverstoßes 2 Strafschläge zugezogen? Nein!

Regel 13-4, b ist nicht anwendbar, wenn der Boden nur zur Vermeidung eines Sturzes berührt wird und keinerlei Absicht besteht, die Beschaffenheit des Bodens zu prüfen.