Aktuelle Regelfrage 23.07.2021

Der eingeebnete Maulwurfshügel

Immer wieder stellt sich für unsere Mitglieder die Frage, ob straflose Erleichterung genommen werden kann, wenn der Ball auf oder in unmittelbarer Nähe eines eingeebneten Maulwurfshügel zur Ruhe kommt, Regel 16 und Definition zu Tierloch.

Hierzu hat der DGV klargestellt, dass der dritte Aufzählungspunkt der Definition Tierloch bestimmt, dass jeglicher Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hoch gedrückt oder verändert wurde, ein Tierloch im Sinn der Golfregeln ist.

Die Veränderung des Bodens geschah ursächlich durch ein Tier und der Haufen, auch wenn plattgewalzt, ist so lange ein „Tierloch“, wie ein Unterschied zur nicht betroffenen Umgebung zu erkennen ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob und wie der Haufen durch Platzpflegearbeiten modifiziert wurde.

Es muss aber feststehen, dass die kahle Stelle einmal ein Maulwurfshügel gewesen ist. Die kahle Stelle, die durch ein nicht zurückgesetztes Divot verursacht wurde, ist kein Tierloch.

Im Ergebnis gibt es also Erleichterung nach Regel  16 (Freedrop innerhalb von einer Schlägerlänge von dem nächstgelegenen Punkt, der die Behinderung ausschließt), wenn der Schwung durch den eingeebneten Maulwurfshügel behindert ist. Ist lediglich der Stand behindert, gibt es nach den Platzregeln keine Erleichterung.

Merke: Diese Regel gilt überall auf dem Gelände, außer in der Penalty Area.

Lisa Sprecher
Spielführerin

23.7.2021