Nutzung eines Ballmarkers mit Linie - Klarstellung 12.08.2021

Liebe Mitglieder,

am 1.7.2021 hatten wir zur korrekten Verwendung von Ballmarkern mit Linie geschrieben. Die dortige Darstellung war zu allgemein, worauf uns das Mitglied Falko Hildebrand hingewiesen hat und was inzwischen vom DGV bestätigt wurde. Ein Ballmarker, wie in den beiliegenden Fotos abgebildet ist, kann verwendet werden.

Nach den Ausrüstungsrichtlinien bezieht sich das Verbot nach Regel 4.3 a nur auf Ballmarker, die in der Höhe mehr als einen Inch (2,54 cm) und in den Seitenlägen mehr als 2 Inch (5,08 cm) groß sind.

Sollten Sie also einen Ballmarker (mit Linien) benutzen wollen, der diese Maße unterschreitet, so ist es Ihnen gestattet.

Mit sportlichem Gruß

Lisa Sprecher
Spielführerin

Rückseite

Seitenansicht

Vorderseite

 

Regelfrage 23.07.2021

Der eingeebnete Maulwurfshügel

Immer wieder stellt sich für unsere Mitglieder die Frage, ob straflose Erleichterung genommen werden kann, wenn der Ball auf oder in unmittelbarer Nähe eines eingeebneten Maulwurfshügel zur Ruhe kommt, Regel 16 und Definition zu Tierloch.

Hierzu hat der DGV klargestellt, dass der dritte Aufzählungspunkt der Definition Tierloch bestimmt, dass jeglicher Bereich des Bodens, der durch das unterirdisch grabende Tier hoch gedrückt oder verändert wurde, ein Tierloch im Sinn der Golfregeln ist.

Die Veränderung des Bodens geschah ursächlich durch ein Tier und der Haufen, auch wenn plattgewalzt, ist so lange ein „Tierloch“, wie ein Unterschied zur nicht betroffenen Umgebung zu erkennen ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob und wie der Haufen durch Platzpflegearbeiten modifiziert wurde.

Es muss aber feststehen, dass die kahle Stelle einmal ein Maulwurfshügel gewesen ist. Die kahle Stelle, die durch ein nicht zurückgesetztes Divot verursacht wurde, ist kein Tierloch.

Im Ergebnis gibt es also Erleichterung nach Regel  16 (Freedrop innerhalb von einer Schlägerlänge von dem nächstgelegenen Punkt, der die Behinderung ausschließt), wenn der Schwung durch den eingeebneten Maulwurfshügel behindert ist. Ist lediglich der Stand behindert, gibt es nach den Platzregeln keine Erleichterung.

Merke: Diese Regel gilt überall auf dem Gelände, außer in der Penalty Area.

Lisa Sprecher
Spielführerin

23.7.2021

 

Regelfrage 01.07.2021

Ballmarker

- Jeder von uns kennt einen Ballmarker, der auf dem Grün verwendet wird, um die Position des aufgenommenen Balls zu markieren. Ein solcher Ballmarker kann auch als nicht erlaubte „Ausrüstungshilfe“ (Regel 4.3.a) angesehen werden, wenn sich nämlich auf dem Ballmarker eine Linie befindet, die benutzt werden kann, um die Spiellinie für den Putt anzuzeigen.

Es ist also nicht erlaubt, einen solchen Ballmarker so zu legen, dass in Verlängerung der Linie auf dem Ballmarker eine Linie auf dem Ball benutzt wird, um die Puttlinie anzuzeigen.

Diese Klarstellung hat der DGV jetzt ausdrücklich vorgenommen. Der Regelverstoß wird mit der Grundstrafe von 2 Strafschlägen geahndet, ab dem 2. Verstoß mit einer Disqualifikation.

 

- Bei 9 Loch Turnieren darf an dem Turniertag auf dem anderen Teil des Platzes, der nicht für das Turnier zur Verfügung steht, gespielt werden. Dieses Spielen stellt keine unerlaubtes Üben nach Regel 5.2. b dar. Das Verbot des Übens auf dem Platz bezieht sich nur auf die Löcher, die im Turnier gespielt werden.

Um keine Unklarheiten aufkommen zu lassen, ist veranlasst, dass unsere „Platz- und Turnierbestimmungen“ um die Musterplatzregel:

„Ein Spieler darf nicht vor oder zwischen den Runden auf dem Turnierplatz üben.“

ergänzt wird.

Lisa Sprecher
Spielführerin

 

Viele Spieler auf dem Platz erfordern die Rücksicht von jedem (Etikette)

Aus gegebenem Anlass möchten wir Sie bitten, Bewährtes in der Golfetikette anzuwenden.

Auf dem Platz:

Der schnellere Flight bei uns hat das Recht, durchzuspielen. Im Umkehrschluss: Durchspielen zu lassen bedeutet keine Schwäche, sondern es zeigt die notwendige Rücksichtnahme, die man Ihnen hoffentlich in anderer Situation auch gewähren wird.

Unsere Fairways sind breit genug, um nach den Abstandsregeln der Coronaauflagen (aktuell 5m), durchspielen zu lassen.

Wenn ein Spieler einen Ball sucht, spielen Sie bitte erst Ihren sichtbaren Ball, wenn sie niemanden gefährden und helfen dann erst bei der Suche (Ready Golf). Während der Ballsuche stellen Sie die Trolleys bitte so, dass der nachfolgende Flight sehen kann, dass noch gesucht wird. Sie brauchen Ihre Trolleys nicht mit in Bäume oder Büsche nehmen, sie werden nicht gestohlen werden. Wenn Sie Ihren Spiel noch mehr beschleunigen wollen, nehmen Sie bitte auch gleich den passenden Schläger mit.

Rund um das Grün:

Trolleys dürfen maximal 5 vom Vorgrün abgestellt werden und haben zwischen Grünbunker und Grün oder Wasserhindernis und Grün nichts zu suchen. Eine Ausnahme besteht an Loch 14 auf der linken Seite, weshalb es dort sinnvoll ist, den Trolley schon weit auf dem Weg zur 15 abzustellen, um die Grünumgebung so viel wie möglich zu schonen.  

Unabhängig davon, ob Ihr Ball schon auf dem Grün liegt oder drumherum, sei es seitlich oder sogar hinter dem Grün, der Trolley ist immer zwecks Spielbeschleunigung in die Richtung des nächsten Abschlages zu ziehen (Next Tee). Wenn Sie dann zum ihrem Ball gehen, nehmen Sie  die Schläger die Sie brauchen werden, in der Hand mit. So können Sie nach dem Einlochen das Grün schnell verlassen und machen dem nach Ihnen spielenden Flight keine Probleme. Der Golfer wartet ja nicht gern.

 

 

 

Birdie -Par - Bogey

Wenn sich Golfer über ihre Runden unterhalten, fallen immer wieder die Begriffe Bogey, Par und Birdie. Par und Birdie hoffentlich häufiger als das Bogey, schließlich ist das Birdie erstrebenswert, da man es notieren kann, wenn man an einem Loch den Platzstandard unterboten hat. Das Bogey verkörpert das genaue Gegenteil, Par hingegen den Standard. Doch woher kommen diese Begriffe, die jeder Golfer benutzt? Wir haben in die Geschichtsbücher geblickt.

Bogey

Bevor es das Par gab, war es das Bogey, das es zu bezwingen galt. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte ein Verantwortlicher des Coventry Golf Club die Idee, die Anzahl der Schläge pro Loch zu standardisieren. Das, was zuerst "Ground Score" hieß, wurde später im Great Yarmouth Club an der englischen Ostküste zum "Bogey Score", in Anlehnung an die in Geschichten und Liedern auftretende Schreckensfigur "Bogey Man". Im deutschen Sprachraum ist der "Bogey Man" als Butzemann oder Schwarzer Mann bekannt, der Kinder bestraft, die nicht brav waren.

Der Begriff Bogey ist mit dem schottischen Ausdruck "bogle" verwandt, der einen bösartigen Kobold oder schlicht den Teufel bezeichnet. So spielten Golfer zu dieser Zeit gegen einen imaginären Spieler "Mister Bogey", den es zu bezwingen galt. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts verstand man im Golf ein Bogey als ein Ergebnis von einem Schlag über Par.

Par

Der Begriff Par ist zwar noch älter als das Bogey, konnte sich nach seinem ersten Auftritt jedoch erstmal nicht durchsetzen. 1870 brachte ein Autor den Begriff, der zuvor an der Börse bekannt war, um den normalen Wert einer Aktie zu bezeichnen, in Verbindung mit Golf. Er hatte zwei Golfprofis gefragt, welches Ergebnis man brauche, um die Open in Prestwick zu gewinnen. Das Duo erwiderte, dass man mit perfektem Spiel eine 49 auf dem Zwölf-Löcher-Kurs unterschreiben könne. Tom Morris Junior sollte das Turnier über drei Runden später mit einem Gesamtergebnis von "zwei über Par" gewinnen.

Doch der Par-Standard etablierte sich erst als die Ladies Golf Association im Jahr 1893 mit der Ausarbeitung eines nationalen Handicap-Systems begann und die United States Golf Association (USGA) später nachzog. Folgende Tabelle von 1911 sollte das Par bestimmen:

Bis 255 Yards

Par 3

255 bis 425 Yards

Par 4

426 bis 600 Yards

Par 5

Über 601 Yards

Par 6

Während in England jeder Club immer noch selbst über seinen Platzstandard - also seinen "Bogey Score" - bestimmen konnte, verfügten die amerikanischen Plätze über die Standards des Par. Es dauerte jedoch fast 15 Jahre, bis man auf der Insel nachzog und sich dem Par anpasste. Das Par im Golf ist übrigens nur eine Abkürzung und steht für "Professional Average Result", also das "Durchschnittsergebnis eines Profis".

Birdie

Dass zwei Begriffe im Golf den Namen von Vögeln haben - Eagle und Albatross - ist unverkennbar, doch das Birdie zählt ursprünglich nicht dazu. Im Amerika des frühen 19. Jahrhunderts war alles herausragende "bird". Die Verknüpfung des umgangssprachlichen Ausdrucks mit dem Golfsport beansprucht der Country Club in Atlantic City für sich.

1903 sollen drei Herren, die Brüder Smith und George A. Crump, der Architekt von Pine Valley, bei einer Runde den Begriff Birdie etabliert haben, nachdem einer der Smiths seinen zweiten Schlag nahe an die Fahne geschlagen hatte und ihn mit folgenden Worten kommentierte: "That was a bird of shot". Da er nach gelochtem Putt einen Schlag unter Par lag, war das Birdie geboren.

Während das Birdie den Golfer erfreut, ist ein "Archaeopteryx" tunlichst zu meiden. Der Urvogel gab einem Ergebnis von 15 Schlägen über Par oder mehr den Namen. Der erste, dem dies widerfuhr war Tommy Armour im Jahr 1927, zu diesem Zeitpunkt amtierender US-Open-Champion. Da der Archaeopteryx vor Millionen von Jahren ausgestorben ist, kann man nur hoffen, dass er einem auch nicht auf der Scorekarte begegnet.

Bleibt weiterhin gesund

Lisa Sprecher und Sebastian Schieß