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Regelfrage für November (gewünschtes und erwartetes Verhalten zur Schonung des Platzes)

Liebe Mitglieder, in den nächsten Monaten möchte ich über die gewünschten Verhaltensrichtlinien, auch Etikette genannt, informieren.

Festgeschrieben sind diese Verhaltensrichtlinien in Ziffer 1.2a der Golfregeln: Spirit of the Game

  • aufrichtiges, sportliches Handeln,
  • Rücksichtnahme auf andere Spieler
  • Schonung des Golfplatzes

Der GC Mettmann hat diese Verhaltensrichtlinien in die Haus- und Platzordnung übernommen, einsehbar unter dem Reiter Platz/Golfplatz auf unsere Hompage.

Aus gegebenem Anlass möchten wir über die Notwendigkeit, Pitchmarken zu entfernen, und über die richtige Handhabung der Pitchgabel informieren.

Die Pitchmarke auf einem Grün entsteht, wenn ein Grün aus weiter Entfernung oder aus grosser Höhe angespielt wird. Der Ball schlägt auf dem Grün auf und hinterlässst eine Delle, die als Pitchmarke bezeichnet wird. Wie tief die Pitchmarke ist, hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. So entstehen bei Regen oder feuchten Bedingungen deutlich tiefere Pitchmarken, weil der Boden bereits aufgeweicht ist. Bei besonders weichen Böden, wie zum Beispiel auch bei Tauwetter nach Frost kann die Pitchmarke sogar verursachen, dass ein kleiner Riss iin der Grasnarbe entsteht, wie bei einem Divot.

Ein Faktor bei der Entstehung der Pitchmarke ist die Flughöhe des Balles. Steigt der Ball senkrecht in die Luft und fällt senkrecht auf das Grün, fallen die Pitchmarken in der Regel grösser aus . Bei Bunkerschlägen oder kurzen Chips treten in der Regel keine Pitchmarken auf.

Pitchmarken müssen grundsätzlich sofort ausgebessert werden!

  • Zum einen stört eine Pitchmarke den Lauf der Bälle auf dem Grün und kann damit dazu beitragen, dass Bälle nachfolgender Spieler auf dem Grün abgelenkt werden und dieser Spieler zu recht verärgert ist. Schon aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Pitchmarke nicht irgendwann durch. Greenkeeper, sondern sofort durch den verursachenden Spieler selbst ausgebessert werden muss.
  • Doch auch im Hinblick auf den Erhalt des Grüns ist die Ausbesserung der Pitchmarke notwendig.Wird die Marke nicht sofort ausgebessert, benötigt das Grün lange, um sich von selbst an dieser Stelle zu regenerieren. Häufig kann sogar einen Regeneration nicht mehr vollständig erfolgen und es bleibt ein Fleck auf dem Grün an der betreffenden Stelle zurück, den niemand auf seiner Puttlinie haben möchte.

Zur Grundausrüstung eines jeden Golfers gehört daher eine Pitchgabel, die immer so mitzuführen ist, dass sie auf dem Grün sofort greifbar ist, also am besten in der Hosen- oder Rocktasche. Mit der Pitchgabel wird um die Pitchmarke herum in die Erde eingestochen und die Erde in die Mitte der Vertiefung zusammengeschoben. Sollte wirklich eine Stück Grasnarbe verschoben sein, wird dieses zurückgeschoben. Danach wird alles mit der Putterunterseite festgeklopft und geglättet.

Das Ausbessern von Pitchmarken dauert bei einiger Übung keine 10 Sekunden und hat Vorrang vor ReadyGolf!

Wir alle wünschen uns für das nächste Frühjahr gut bespielbar und schnelle Gruens mit einer dichten Grasnarbe, und nicht nur dann. Lassen sie uns durch das richtige Verhalten das Beste dafür tun. Und wenn Sie eine Pitchmarke entdecken, die nicht von Ihnen stammt, entfernen Sie diese bitte auch oder weisen Sie ihren Mitspieler auf höfliche Art und Weise auf das gewünschte Verhalten hin.

Ich wünsche Ihnen weiterhin eine schönes Spiel, auch in den Wintermonaten.

Lisa Sprecher
Spielführerin

 

Regelfrage für Oktober

Üben

Uwe und Elke sind bei einem StablefordTurnier mit Kanonenstart für Loch 16 zum Start eingeteilt. Sie gehen gemeinsam rechtzeitig los und sind 10 Minuten zu früh am Abschlag von Loch 16. Weit und breit ist niemand zu sehen. Uwe schlägt vor auf dem Grün der 17 ein paar Puts zu spielen, nimmt seinen Putter und schlägt einen Ball Richtung Loch. Elke meint, das sei nicht zulässig.

Wer hat Recht:

Nach Regel 5.2 b ist Üben im Zählspiel nicht erlaubt. Am Tag eines Zählspiel -Turniers darf ein Spieler vor dem Turnier nicht auf dem Platz üben, außer dass der Spieler Putten oder Chippen nahe auf oder nahe des für ihn ersten Abschlages und auf jedem Übungsbereich üben darf. Diese Erlaubnis bezieht sich aber nicht auf das Grün eines anderen Lochs.

Üben auf dem Platz bedeutet (i)das Spielen eines Balles oder (ii)Prüfen der Oberfläche eines Grüns eines Loches durch Rollen eines Balles oder Reiben der Oberfläche.

Elke hat also Recht, da der von Uwe gemachte Put einen Schlag darstellt. Fraglich bleibt, was die richtige Strafe für Uwes Verhalten ist. 

Strafe für den ersten Verstoß: die Grundstrafe von 2 Schlägen, und zwar an dem Loch, vor dem geübt wurde, hier also Loch 16; die Strafe für jeden weiteren Verstoß ist Disqualifikation.

Uwe beginnt daher das Turnier an Loch 16 mit 2 Strafschlägen.

Und was ist noch interessant:

Kein Übungsschlag ist ein Übungsschwung ohne die Absicht, den Ball zu treffen.
Kein Übungsschlag ist das Zurückschlagen eines Balles in den Übungsbereich (Drivingrange).
Kein Übungsschlag ist das Zurückschlagen des Balles zu einem anderen Spieler aus Höflichkeit.

Nach Abschluss einer Runde bei einem mehrtägigen Zählspielturnier darf der Spieler an diesem Tag üben.Bei einem Lochspielwettbewerb darf der Spieler vor oder zwischen den Runden üben!Zulässig ist zuletzt das sogenannte Nachputten, Regel 5.2b/2 und 5.5b. Der Spieler darf Putten und Chippen üben nahe dem Grün des zuletzt gespielten Loches, wenn vorher schon eingelocht wurde,  oder dem Abschlag des nächsten Loches. Dieses darf jedoch nicht zu einer Verzögerung des Spieles führen. 

Ich wünsche Ihnen weiterhin ein schönes Spiel!

Lisa Sprecher
Spielführerin

 

Regelfrage für September

(1)Das richtige Verhalten bei der rot gekennzeichneten Penalty Area

Sophia spielt Ihren Ball in eine Penalty Area, die rot gekennzeichnet ist. Wenn sie den Ball nicht aus der Penalty Area herausspielen will oder kann, könnte sie den Ball innerhalb von zwei Schlägerlängen am Kreuzungspunkt, nicht näher zum Loch, droppen lassen. Das gefällt Sophia aber nicht, weil der Untergrund in diesem Bereich abschüssig oder matschig ist. Sie möchte daher auf der Linie Fahne/Kreuzungspunkt des Balles zurückgehen, bis sie eine gute Stelle zum Droppen findet.

Ihr Flightpartner meint, dass Sophia das nicht dürfe, weil bei einer roten Kennzeichnung nur ein Droppen innerhalb von zwei Schlägerlängen möglich sei.

Wer hat recht: Sophia oder ihr Flightpartner?

Sophia hat Recht: Bei einer rot gekennzeichnet Penalty Area gibt es alle Wahlmöglichkeiten der Erleichterung mit Strafschlag, wie bei einer gelb gekennzeichneten Penalty Area, also auch die Möglichkeit, auf der Linie Fahne/Kreuzungspunkt des Balles  zurückzugehen, Regel 17.1.d.

Bei einer roten Penalty Area gibt es nur die zusätzliche Möglichkeit, den Ball innerhalb von zwei Schlägerlängen von dem Kreuzungspunkt zu droppen. Diese zusätzliche Möglichkeit wird sehr oft genutzt, schließt aber die anderen Möglichkeiten der Erleichterung mit Strafschlag nicht.

(2)Der Maulwurfshügel

Nach den Definitionen der Golfregeln stellt der frisch aufgeworfene Maulwurfshügel ungewöhnliche Platzverhältnisse dar, sodass straflose Erleichterung in Anspruch genommen werden kann, wenn der Ball den Maulwurfshügel berührt, in oder auf dem Maulwurfshügel liegt oder der Schwung des Spielers behindert ist,  16.1.a. Der frisch aufgeworfene Maulwurfshügel ist Boden, der durch das grabende Tier hoch gedrückt und verändert wurde.

Anders verhält es sich mit alten Maulwurfshügeln, die zwischenzeitlich durch die Platzpflege eingeebnet wurden, um wieder zuzuwachsen. Es liegt keine aktuelle Veränderung des Bodens durch ein grabendes Tier vor. Der Ball muß gespielt werden, wie er liegt und es gibt keine straflose Erleichterung.

Ich wünsche Ihnen weiterhin ein schönes Spiel

Lisa Sprecher
Spielführerin