"Golfplatz“ - mal anders!

Bei der routinemäßigen Überprüfung der Nistkästen für Meisen & Co in diesem Herbst gab es einiges zu entdecken was mir auf einer normalen Golf-Runde so nicht aufgefallen ist …

Es war schon ein Erlebnis mal ein paar verborgene Wege des Platzes zu erkunden und dabei die Perspektive zu wechseln. Das Rough und auch eine Golfbahn sieht aus 3-4 Metern Höhe doch etwas anders aus.

Zwei Teams mit je 3 Helfern machten sich an einem grauen und kalten Freitagmorgen auf den Weg. Kein Mensch war weit und breit auf dem Golfplatz zu sehen: Ideale Bedingungen für die Überprüfung und Reinigung von 40 Nistkästen!

Ganz gegen anders lautende Vermutungen während des Frühstücks (da regnete es noch) blieb das Wetter stabil - zeitweise wagten sich sogar ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken. Aber bereits der Weg zu den verschiedenen Nistkästen stellte bei den gegebenen Bedingungen eine kleine Herausforderung an die Fahrzeuge und die Fahrer. Die Bodenbeschaffenheit war witterungsbedingt sehr weich. Greenkeeping hatte ein Kubota-Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Damit konnten auch die Hürden der steileren Golfbahnen bewältigt werden.

Nachdem der jeweilige Nistkasten erreicht und gefunden war, stellte das Öffnen jedes einzelnen Nistkasten immer wieder eine kleine Überraschung dar. Kasten 32 war bereits wieder besetzt (Haselmaus oder Siebenschläfer oder??) und wurde direkt wieder verschlossen. Der Kasten hinter Grün 10 hatte bereits seine 2. Bewohnerpartizipation (Wespen) beherbergt. Sehr viele Kästen zeugten darüber hinaus von reger Nutzung trotz der Nähe der Kästen zu Fairways bzw. Fahrwegen durch sehr komfortabel ausgebaute Nester. Hinterlassene Eierschalen, Reste von Futter sowie bereits vorhandene Besiedlung von Insekten und Spinnen gaben einen deutlichen Eindruck der Nützlichkeit der Nistkästen.

Das vorgefundene Nistmaterial zeugte von der Vielfalt des Angebots. Neben diversen natürlichen Materialien waren klare Spuren der Zivilisation zu identifizieren wie Wolle und Lammfell.

Nach der Reinigung jedes Kastens wurden diese mit Nisthilfen bestückt und, soweit erforderlich, restauriert (Verschluss, Aufhängung prüfen etc.) so dass die nächste Brutsaison kommen kann.  

Als zusätzliches Futterangebot wurden für die Meisen je 4 in Fett getränkte Pinienzapfen und Kokosnüsse in Eichennähe aufgehängt. Außerdem wurden die Futterhäuschen am Halfwayhouse, auf der Terrasse und dem Weg zum Abschlag von Bahn 12 (neben dem Metall-Reiher) mit einer speziellen Futtermischung bestückt.

Die Ausbeute an Fundbällen blieb verhältnismäßig übersichtlich, auch wenn das Team "E-Cart" mit 5 gefundenen Bällen klarer Sieger im "Battle der Ballfinder" wurde!

Thomas Riedl
(Ein „Neuer“ dem diese Mitgliederaktion Spaß gemacht hat)

 

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